#103 mit Fikri Anıl Altıntaş: „Zwischen uns liegt August” – zwischen politischer Bildung und Literatur
Fikri Anıl Altıntaş, 1992 in Wetzlar geboren, lebt in Berlin. Als Autor, politischer Bildner und Aktivist beschäftigt er sich unter anderem mit Männlichkeiten, Antifeminismus, Geschlechtergerechtigkeit und der Frage, wie sich stereotype Bilder von nicht-weißen, muslimisch gelesenen Männern (de)konstruieren lassen. In unserem Gespräch haben wir über seine politische Bildungsarbeit gesprochen: darüber, warum es so wichtig und zugleich herausfordernd ist, (nicht nur) mit Jugendlichen über Männlichkeit ins Gespräch zu kommen, welche Räume dabei entstehen – und wo das Schulsystem deutliche Defizite zeigt. Zugleich ging es um sein literarisches Schreiben und die Verbindung seiner Wirkbereiche. Ausgangspunkt ist sein neuer Roman Zwischen uns liegt August, in dem er autofiktional die Geschichte einer türkisch-deutschen Familie erzählt – von Trauer, Migration, unausgesprochenen Erinnerungen und der Suche nach Nähe zwischen den Generationen und Geschlechtern.