#127 mit Christina Feist - Über solidarisches Vertrauen in Kinder und Jugendliche & einen komplexen Blick auf Identität
Christina Feist ist promovierte Historikerin und Philosophin, freie Journalistin und Überlebende des antisemitischen, rassistischen und misogynen Attentats vom 9. Oktober 2019 in Halle (Saale) und Wiedersdorf. Seither engagiert sie sich für die Rechte von Betroffenen, besseren Opferschutz und eine betroffenenzentrierte Gedenk- und Erinnerungskultur. Im Gespräch geht es um Schule als politischen Raum, die Bedeutung politischer Bildung und darum, warum Jugendliche viel häufiger ernst genommen und beteiligt werden müssen. Christina erzählt von ihrer Arbeit gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus und andere Formen von Menschenfeindlichkeit, von Erfahrungsexpertise und davon, warum Überlebende nicht auf ihre traumatischen Erfahrungen reduziert werden dürfen. Als Journalistin und Referentin beschäftigt sie sich außerdem mit der Frage, wie Medien verantwortungsvoll und traumasensibel über Terror und Gewalt berichten können. Ein Gespräch über Verantwortung, Gerechtigkeit, Respekt, Selbstreflexion und auch Hoffnung darauf, dass Veränderung möglich ist, wenn wir bei uns selbst anfangen.