#124 mit Joana Osman - Über das Schreiben und (jugendliche?) Fragen, die bleiben
Joana Osman, geboren 1982 als Tochter eines palästinensischen Vaters und einer deutschen Mutter, ist Autorin, Dozentin und Storytelling-Coach. 2012 gründete sie die Friedensbewegung The Peace Factory mit, die Menschen aus Konfliktregionen miteinander verbindet. Mit ihren Romanen "Am Boden des Himmels" (2019) und "Wo die Geister tanzen" (2023), für den sie 2024 den Bayerischen Kunstförderpreis erhielt, sowie dem Essay "Frieden, eine reale Utopie" (2025) hat sie sich als wichtige literarische Stimme etabliert.
Im Gespräch erzählt sie von ihrer Schulzeit und davon, wie eine philosophisch denkende Clique mit 16 einen der Grundsteine für ihr späteres Schreiben legte. Im Mittelpunkt steht ihr neuer Roman "Wenn wir vom Fliegen träumen" eine Geschichte über drei Jugendliche, die ihre spießige Kleinstadt mit Streichen, philosophischen Graffitis und einem Einsatz für den Naturschutz verändern wollen. Außerdem sprechen wir über das Festzurren von Identitätsperspektiven im Literaturbetrieb und das Schreiben von Jugendlichen Figuren als Erwachsene, über den Einfluss von Philosophie auf Joanas Schreiben und damit verbunden über die Bedeutung des Fragen-Stellens.
Fotocredits: Mica Zeiz